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Mit „Mord unter den Linden“ legt Tim Pieper seinen zweiten historischen Roman vor. Sein erster Roman „Der Minnesänger“ war eines der besten Debüts, die ich je gelesen habe. Somit war „Mord unter den Linden“ für mich Pflichtlektüre und ich bin auch nicht enttäuscht worden. Erst einmal möchte ich etwas zur Gestaltung/Aufmachung des Buches sagen: Wer sich die Zeit nimmt das Cover etwas eingehender zu betrachten, wird eine Ahnung bekommen, mit wie viel Detailliebe der Autor dieses Werk geschrieben hat. Die eingefangene Straßenszene wird dem Leser noch in dem Roman begegnen. Ein absolut gelungenes Cover!

Berlin im Sommer 1890, eine grausame Mordserie erschüttert Berlin, eine junge Frau wird gekreuzigt. Stehen die anarchistischen Attentate mit ihrem Tod in einem Zusammenhang? Dr. Otto Sanftleben wird gebeten, dem ermittelnden Kommissar Funke mit seinem Wissen zur Seite zu stehen. Otto Sanftleben erforscht die Körpersprache von Straftätern und kann dadurch ihre Lügen enttarnen.
Als die junge Revueschauspielerin Rike in dem Mordfall aussagen muss, weckt sie verborgene Gefühle in Otto. Doch der Fall scheint komplizierter und vielschichtiger zu sein, als Funke und Sanftleben zuerst geglaubt haben. Schließlich schwebt Otto in höchster Gefahr und es geht um Leben und Tod…

Ein sehr spannender, historischer Kriminalroman! Besonders gut hat mir das Flair der Stadt Berlin gefallen. Alles wurde so plastisch geschildert, dass man als Leser das Gefühl hatte, in diesem Berliner Café zu sitzen und den Protagonisten zuzuschauen. Des Weiteren fand ich die vielschichtigen Persönlichkeiten von Otto und Rike sehr gelungen. Sie sind echte Charaktere und überzeugen den Leser in ihren Handlungen und Aussagen vollends.

Sicherlich ist der Preis von zurzeit 11,90€ höher als bei einem „normalen“ Taschenbuch und ein dicker „Wälzer“ ist dieser Roman mit nur 271 Seiten auch nicht. Dennoch möchte ich sagen, dass ich diese Anschaffung nicht bereut habe, denn Qualität hat seinen Preis. Also lieber ein dünnes TB kaufen, welches gut geschrieben ist, als ein „Dickes“ zu kaufen, um dann feststellen zu müssen, dass man sich bei der Lektüre langweilt. 😉

5 von 5 Sternen

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