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Eintauchen in die Geschichte Württembergs

Petra Durst-Benning erzählt in ihrem Roman das kurze Leben der Katharina Pawlowna Romanowa. Katharina war von 1816-1819 Königin von Württemberg. Sie starb im jungen Alter von gerade einmal 30 Jahren und genau mit ihrer Beerdigung beginnt der Roman „Die Zuckerbäckerin“. Hauptfiguren sind neben der schönen Königin, Eleonore und Sonia, zwei verarmte Schwestern, die es Sonias Hinterlist und Mut zu verdanken haben, an den württembergischen Hof zu kommen.
Eleonore ist fleißig und gibt sich große Mühe in der Küche möglichst viel zu Lernen, besonders die Süßspeisen haben es ihr angetan. Sonia hingegen schleicht sich immer wieder fort, um ihr Leben in vollen Zügen zu genießen. Da die Armut und das Elend durch Missernten in Württemberg groß sind, lässt Katarina die beiden Schwestern zu sich rufen und befragt sie, was die Menschen in ihrer Situation am ehesten brauchen, schließlich kennen die Schwestern die Armut nur zu genau.
Eleonore verliebt sich in Leonard, der für die Befeuerung in der Hofküche zuständig ist. Leonard möchte mit Eleonore nach Russland gehen, wo den Bauern die Möglichkeit gegeben wird, sich eine neue Existenz aufzubauen, um nicht dem Hungertod zum Opfer zu fallen. Weil Eleonore Sonia nicht allein lassen will, bricht Leonard alleine nach Russland auf.
Die Geschichte ist leicht zu Lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Die Kritiker mögen sagen, dass dieser Roman nicht sehr anspruchsvoll ist, aber es ist ein wunderbarer Roman zum Abtauchen und Träumen. Man lernt eine junge Königin kennen, die für ihr Land eine gute Landesmutter sein will und alles Menschenmögliche tut und sich aufopfert, um ihrem Volk Elend zu ersparen. Ein Roman der Spaß macht und der den Wunsch hinterlässt, dass es mehr solche Menschen wie Katharina geben möge…..

4 von 5 Sternen

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